Heftige Unwetter wüten in Teilen von Nordrhein-Westfalen

Drei Todesopfer in Düsseldorf zu beklagen

Nach der Rekordhitze an den Pfingsttagen haben in Teilen Nordrhein-Westfalens heftige Unwetter gewütet.

by xity deutschland 2014-06-10T05:04:21+0200

Heftige Unwetter wüten in Teilen von Nordrhein-Westfalen (© 2014 AFP)

Düsseldorf - Nach der Rekordhitze an den Pfingsttagen haben in Teilen Nordrhein-Westfalens heftige Unwetter gewütet. Die Deutsche Bahn teilte mit, es gebe "schwere Behinderungen" im Schienenverkehr. Zahlreiche Strecken seien gesperrt, es seien "große Verspätungen" zu erwarten. Wegen des schweren Unwetters über Düsseldorf mit Windböen bis zu 150 Stundenkilometern musste der Flugbetrieb am Düsseldorfer Airport am Abend um kurz nach 21:00 Uhr vorübergehend eingestellt werden. Der Flugsteig C wurde im Zuge einer automatisch ausgelösten Evakuierungsmeldung geräumt, konnte aber nach zehn Minuten wieder geöffnet werden. Um 22:00 Uhr konnte der Flugbetrieb wieder aufgenommen werden. Zehn Flugzeuge mit Ziel Düsseldorf wurden auf andere Airports umgeleitet. Zehn weitere Flüge wurden annulliert.

In Köln wurde ein Radfahrer von einem umstürzenden Baum erschlagen. Wie die Polizei mitteilte, zog sich der etwa 50-jährige Mann "schwerste Verletzungen zu, denen er noch am Unglücksort erlag". Der etwa 20 Meter hohe Baum wurde demnach vermutlich von einem Blitz getroffen. Das Unwetter mit dem heftigen Orkantief forderte in Düsseldorf bis Stand 6 Uhr drei Todesopfer und zehn zum Teil schwer Verletzte. Die 600 Einsatzkräfte sind noch immer im Stadtgebiet unterwegs um die Schäden zu beseitigen.

Auf einem Gelände an der Henkelstraße nahe der Bahnlinie flüchteten neun Menschen vor dem Unwetter in ein Gartenhaus, da das nächste Wohnhaus etwa 150 Meter weit entfernt lag. Eine große Pappel und ein kleinerer Baum wurden von den starken Windböen erfasst und stürzten auf das Gartenhaus, das sofort zusammenbrach. Drei der Geflüchteten konnten sich aus eigener Kraft aus den Trümmern befreien. Die herbeigeeilten Einsatzkräfte konnten einen weiteren Unverletzten und zwei Schwerverletzte (beides Frauen 25 und 30 Jahre) unter hohem technischem Aufwand aus den Trümmern retten. Für drei weitere Menschen kam jedoch jede Hilfe zu spät.

(xity, AFP)

Impressum Copyright 2017 © Xity Online GmbH