Erdbeben in Tschechien bis in Osten Deutschlands spürbar

Schwerste Erschütterungen seit Jahrzehnten

Das schwerste Erdbeben seit Jahrzehnten hat am Samstag die Menschen in der deutsch-tschechischen Grenzregion aufgeschreckt.

by xity deutschland 2014-06-01T11:31:58+0200

Erdbeben in Tschechien bis in Osten Deutschlands spürbar (© 2014 AFP)

Berlin - Das Zentrum des Bebens mit einer Stärke von mehr als vier lag nach Angaben von Erdbebenstationen in Nový Kostel im Nordwesten Tschechiens. Die Erschütterungen waren in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen spürbar. Meldungen gab es aber auch aus Bayern.

Das Erdbeben hatte nach Angaben des Geophysikalischen Observatoriums Collm eine Stärke von 4,2. Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) registrierte sogar eine Stärke von 4,4. Anrufer hätten über wackelnde Fußböden berichtet, sagte Petra Bucholz vom Observatorium Collm. Am deutlichsten sei das Beben in dem nur zehn Kilometer von der Grenze zu Tschechien entfernten Ort Bad Brambach zu spüren gewesen. Über Schäden war den Angaben zufolge zunächst nichts bekannt. Laut BGR kamen auch Meldungen aus dem 150 Kilometer vom Erdbebenzentrum entfernt liegenden Nürnberg.

Das Beben war nach den Aufzeichnungen des Observatoriums Collm das schwerste in der Region seit den Jahren 1985/86. In der Region wurden laut BGR auch mehrere Nachbeben registriert. Dies deute darauf hin, dass dort eine erneute Schwarmbebentätigkeit begonnen habe.

Im thüringischen Vogtland und im tschechischen Westböhmen gibt es häufiger sogenannte Schwarmbeben. Die periodisch auftretenden Erschütterungen werden vermutlich durch Reibungen und die Bewegung von Flüssigkeiten in der Erdkruste ausgelöst.

(xity, AFP)

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