Eröffnung der Ballett-Saison in Düsseldorf

Programm "Vier neue Temperamente" zum Auftakt

Mit seinem gefeierten Programm "Vier neue Temperamente" kehrt das Ballett am Rhein am Mittwoch, 21. September 2022, zurück auf die Bühne des Düsseldorfer Opernhauses.

by Daniel Postert 2022-09-19T14:52:29+0200

Michele Anne de Mey "Phlegmatic Summer": Ensemble Ballett am Rhein (Foto: Bettina Stöß)

Düsseldorf - Ballettdirektor und Chefchoreograph Demis Volpi hat zum Ende der vergangenen Spielzeit gemeinsam mit drei international tätigen Choreograph*innen diesen spannenden Dialog zwischen neoklassischem und zeitgenössischem Tanz erstmals dem Publikum vorgestellt: Basierend auf George Balanchines „The Four Temperaments“ zeigen sie heutige Sichtweisen auf die in der Antike formulierten menschlichen Grundtemperamente.

Ballettlegende John Neumeier steuert mit „from time to time“ einen Beitrag zum melancholischen Temperament bei, die Franco-Kanadierin Hélène Blackburn zeigt „Choleric“, Michèle Anne de Mey hat für die Compagnie „Phlegmatic Summer“ kreiert und Demis Volpi „Sanguinic: con brio“.

Mit seiner klaren Tanzsprache hat George Balanchine im zwanzigsten Jahrhundert die Ballettwelt revolutioniert. Ohne Kulissen und ohne erwartbare Storyline leben seine Stücke von der puren Technik und dem Können der Tänzer*innen. Vor 76 Jahren brachte er in New York die Uraufführung seiner „Four Temperaments“ auf die Bühne und schuf damit zu Musik von Paul Hindemith einen absoluten Neo-Klassiker.

Heutige tänzerische Interpretationen der über Jahrhunderte gültigen Theorie der Grundtemperamente sind so unterschiedlich wie die Handschriften der Künstler*innen, die sie erarbeitet haben: Michèle Anne de Mey eröffnet mit „Phlegmatic Summer” zum „Sommer“ aus Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ den Reigen der Neukreationen. „Sanguinic: con brio“ nennt Demis Volpi, Ballettdirektor und Chefchoreograph des Ballett am Rhein, seine Choreographie zu Musik von Jörg Widman und Steve Reich.

Die Franco-Kanadierin Hélène Blackburn steuert „Choleric“ bei, zu Musik von Martin Tétreault. Der Komponist arbeitet mit improvisierten Elementen und Plattenspielern, als Sound Designer und Bildender Künstler. John Neumeier schließlich zeigt mit „from time to time“ seine choreographische Sicht auf das melancholische Temperament. Zur Einstimmung erklingt zunächst Simon and Garfunkel, getanzt wird dann zu einer Klaviersonate von Franz Schubert.

„Vier neue Temperamente“ ist ein Ballettprogramm, das ganz bewusst die Unterschiede feiert und aus grundverschiedenen Zutaten ein großes Ganzes auf die Bühne bringt.

 

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