Die Düsseldorfer EG ist aktuell nicht zu stoppen

Mannschaft holt den sechsten Sieg in Folge

Nach dem Auswärts-Coup in München behielt die DEG am Sonntag, 19. Dezember 2021, auch gegen Wolfsburg die Oberhand und feierten mit dem 3:2 nach Penaltyschießen ihren sechsten Sieg in Serie.

by Daniel Postert 2021-12-20T10:25:44+0100

Die Düsseldorfer EG holt gegen Wolfsburg den sechsten Sieg in Folge (Foto: xity)

Düsseldorf - Im Spiel tat Wolfsburg dann zunächst das, was Wolfsburg eben so tut: Ein unangenehmer Gegner sein. Zwar waren die von Mike Stewart trainierten Gäste nicht drückend überlegen, hatten aber zunächst die besseren Chancen. Darren Archibald setzte die Scheibe an den linken Pfosten, Chris DeSousa nahm den Reobund, aber der Winkel war einfach zu spitz (4.). Von der linken Seite legte Anthony Rech die Scheibe an den Torraum zu Jan Nijenhuis, der Hendrik Hane im Kasten der DEG auszutricksen versuchte, doch Hane parierte (8.).

Die DEG, die heute kurzfristig auf Marco Nowak verzichten musste und somit mit nur fünf Verteidigern agieren konnte, verlegte sich zumeist aufs Kontern und war damit erfolgreich: Jerry D’Amigo spielte einen wunderbaren Pass auf David Trinkberger. Der nahm die Scheibe, was gar nicht so einfach war, so an, dass er mit ihr auf Dustin Strahlmeier im Tor der Grizzlys zulaufen konnte. In eiskalter Torjägermanier beförderte der Verteidiger den Puck in den linken Winkel (14.). In Überzahl legten die Hausherren nach. Ausgangspunkt war O’Donnell, der die Scheibe aufs Tor schlenzte. Das sorgte für reichlich Gewusel. Die Rot-Gelben zeigten den unbedingten Willen, die Scheibe über die Linie zu drücken. Das gelang schließlich Brett Olson (18.).

Die DEG kam schwung- und druckvoll aus der Kabine. Steven MacAulay fälschte einen Schuss von Niklas Heinzinger ab, der Puck ging an den Pfosten (22.). Auch im Anschluss blieb die DEG am Drücker. MacAualy setzte Cedric Schiemenz in Szene, der aber an Strahlmeier scheiterte und wenige Sekunden später noch einmal im Alleingang unter Bedrängnis vor Strahlmeier auftauchte (27.).

Eine Strafe gegen Victor Svensson weckte die Lebensgeister der Grizzlys. Zwar überstand die DEG die Unterzahl schadlos, aber nun waren die Gäste besser im Spiel. Der Anschluss deutete sich so schon ein wenig an. DeSousa arbeitete den Puck mit der Rückhand ins Tor (32.). Die Wolfsburger drängten nun auf den Ausgleich. Nijenhuis brachte seinen Schläger in zentraler Position gefährlich an eine scharf in die Mitte gespielte Scheibe (37.). Die knappe DEG-Führung hielt bis in die Pause. Kurios: Das Powerbreak des zweiten Drittels fiel aus, weil es keine Situation gab, in der es zulässig gewesen wäre.

Die Vorzeichen für den Schlussabschnitt waren klar. Wolfsburg würde den Gang nach vorne suchen und die ersatzgeschwächte DEG sich den Gästen mit allem, was sie hat, in den Weg stellen. Und so kam es dann auch. Wolfsburg rannte an, die DEG verteidigte couragiert und kam nur noch selten in die Offensive. Als den Grizzlys zunehmend die Sekunden davon liefen und auch ihre Aktionen nicht mehr so zwingend wirkten, opferte Stewart seinen Torhüter zugunsten eines sechsten Feldspielers.

Die Gelegenheit schien günstig, weil sich die DEG gerade einen unerlaubten Weitschuss  geleistet hatte. Mutig war die Aktion 147 Sekunden vor dem Ende gleichwohl. Dieser Mut zahlte sich aus, weil DeSousa aus dem Gewühl heraus 72 Sekunden vor Ende zum Ausgleich einnetzte. Dann mussten die Schützlinge von Harold Kreis sogar noch ein wenig um einen verdienten Punktgewinn zittern. Aber schließlich stand nach 60 Minuten die gerechte Punkteteilung.

In der der Verlängerung ließ die DEG eine sich ihr bietende Überzahlgelegenheit einigermaßen uninspiriert liegen. Wolfsburg kam zum Ende der Zugabe auch noch einmal zu einigen Chancen, doch Dank Hane und ein wenig Glück des Tüchtigen blieb es beim 2:2. Im Penaltyschießen machte Schiemenz dann einfach da weiter, w0 er am Freitag in München aufgehört hatte und versenkte lässig zur Führung. DeSousa fand dagegen in Hane seinen Meister. O’Donnells Treffer durch die Schoner von Strahlmeier erhöhte den Druck auf Garrett Festerling. Da auch er scheiterte, sicherte sich die DEG den Zusatzpunkt.

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