Das Geheimnis der Verwandlung

Filmreihe begleitet Quadriennale-Ausstellung

Eine Filmreihe der Black Box im Filmmuseum begleitet im Juni die Quadriennale-Ausstellung "Kunst und Alchemie" im Museum Kunstpalast.

by xity Düsseldorf 2014-06-04T08:19:36+0200

Eine Filmreihe der Black Box im Filmmuseum begleitet im Juni die Quadriennale-Ausstellung "Kunst und Alchemie" (xity-Foto: D. Postert)

Düsseldorf - Die Filme im Einzelnen:
Mittwoch, 4. Juni 2014, 20.00 Uhr
"Gold", Deutschland 1934; ab 18 Jahre
Im optimistischen Glauben an die Wissenschaft um ihrer selbst Willen – denn eine wirtschaftliche Nutzung schließen sie von vornherein aus – versuchen die Forscher Achenbach und Holk durch Atomzertrümmerung bei fünf Millionen Volt den alten alchemistischen Traum von der Verwandlung von Blei in Gold wahr werden zu lassen. Der im Jahre 1934 von Karl Hartl gedrehte Film wurde mit bemerkenswertem technischem Aufwand inszeniert und zählt zu den besten Science-Fiction-Filmen der 1930er-Jahre.
Samstag, 7. Juni, 20.00 Uhr, und Mittwoch, 18. Juni 2014, 20.00 Uhr
"Holy Mountain" – "Der Heilige Berg", Mexiko/USA 1973; Original mit deutschen Untertiteln; FSK 18
Der surrealistisch-mystische Experimentalfilm des chilenischen Kultregisseurs Alejandro Jodorowsky erzählt von der Suche nach Unsterblichkeit. Ein spiritueller Meister führt eine Gruppe Jünger über einen alchemistischen Initiationsparcours zum "heiligen Berg".
Dienstag, 17. Juni, 18 Uhr, und Mittwoch, 25. Juni, 18 Uhr
"La Ferdinanda – Sonate für eine Medici-Villa", Deutschland 1981; FSK 12
Eine Gruppe skurriler Künstler und Exzentriker, selbstverliebt und damit beschäftigt, sich selbst zu inszenieren, erlebt in den labyrinthischen Räumen einer toskanischen Villa seltsame Abenteuer. Die in der Ausstellung des Museum Kunstpalast vertretene Objektkünstlerin Rebecca Horn konfrontiert in ihrem ersten Film artifizielle Figuren mit Kunstgegenständen. In seiner stilvollen Opulenz und Erlesenheit gleicht ihr filmisches Werk einer Vernissage.
Samstag, 14. Juni 2014, 20.00 Uhr
"Faust – Eine deutsche Volkssage", Deutschland 1926; deutsche Zwischentitel, restaurierte Fassung; FSK 6
In der Reihe "Stummfilm + Musik" zeigt das Filmmuseum die rekonstruierte und restaurierte Fassung des letzten deutschen Films von Friedrich Wilhelm Murnau: Vor dem Hintergrund einer mittelalterlichen Pestepidemie verschreibt der Alchemist Faust seine Seele dem Teufel und wird mit der Gabe ewiger Jugend beschenkt. Erst spät erkennt der Gelehrte seine Hybris, und nur sein Verzicht kann das geliebte Gretchen vor dem Scheiterhaufen retten. Markus Goosmann (Piano) begleitet mit einer Auswahl barocker und spätromantischer Musik und gibt vorab eine kurze Einführung in die Geschichte der ersten Faust-Filmmusik.

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