DRK-Chef: Mehr Flüchtlinge aus Syrien müssen ins Land

Seiters fordert Bürokratie-Abbau bei Familiennachzug

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hat die Bundesregierung zur Aufnahme von mehr Flüchtlingen aus Syrien aufgefordert.

by xity deutschland 2015-04-06T14:25:35+0200

DRK-Chef: Mehr Flüchtlinge aus Syrien müssen ins Land (© 2015 AFP)

Berlin - Deutschland engagiere sich bei der Aufnahme von Schutzsuchenden zwar stärker als die meisten anderen europäischen Staaten, sagte DRK-Präsident Rudolf Seiters dem Berliner "Tagesspiegel". "Jedoch ist das bisher beschlossene Kontingent für 20.000 Flüchtlinge inzwischen weitgehend ausgeschöpft. Deshalb appelliere ich an die Bundesregierung, weitere Hilfen zur Verfügung zu stellen und europäische Solidarität verstärkt einzufordern."

Das DRK dringt zudem auf eine schnellere und leichtere Integration der Syrer. Dafür sei eine möglichst rasche Anerkennung als Flüchtlinge und mehr Unterstützung bei der Familienzusammenführung notwendig. "In den DRK-Beratungsstellen ist gegenwärtig die Betreuung von in Deutschland lebenden Syrern ein Schwerpunkt", unterstrich Seiters. "Tausende wollen Verwandte nachholen und für sie sorgen. In ganz vielen Fällen wird dies allerdings durch unzumutbar lange Wartezeiten im Visumverfahren erschwert."

Deshalb müssten die bürokratischen Hürden für den Familiennachzug "unbedingt abgebaut werden", forderte der DRK-Präsident. Denn für die Betroffenen sei es oft sehr schwierig, unter den kriegsähnlichen Zuständen alle für die Einreise erforderlichen Dokumente in den Auslandsvertretungen der Bundesrepublik überprüfen zu lassen.

(xity, AFP)

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