Düsseldorfer EG kassiert nächste Niederlage

Aufsteiger Bietigheim holt 0:3-Erfolg

Keine Zuschauer, keine Strafzeiten, keine DEG-Tore. Irgendwie war das ein skurriler Abend beim 0:3 im PSD Bank Dome, der so gar nicht in die schöne bisherige Spielzeit passen will.

by Daniel Postert 2021-12-29T12:20:34+0100

Vor leeren Rängen hat die Düsseldorfer EG die nächste Niederlage kassiert (Foto: xity)

Düsseldorf - Die erste Szene der Partie gehörte den Gästen aus Bietigheim. Noch nicht einmal eine Minute war gespielt, da schoss Max Prommersberger die Scheibe von der blauen Linie in Richtung Hendrik Hane, der das Spielgerät prallen lassen musste. Der bereitstehende Matt McKnight verpasste den Abpraller aber glücklicherweise knapp. In der Folge aber nahm die DEG ihre Rolle als Hausherr wörtlich und beherrschte das Spiel über weite Strecken.

Immer wieder tauchten die (in schwarz gekleideten) Rot-Gelben vor Gästetorwart Cody Brenner auf, so richtig zwingend wurde es aber zu selten. O’Donnell und Ebner hatten mit einer Doppelchance die erste richtig gute DEG-Szene, von einer Großchance konnte man aber nicht sprechen (6.). So sah es dann eigentlich bis zur ersten Sirene aus, die DEG drückte, schnürte die Steelers über weite Strecken im eigenen Drittel ein, richtig gefährlich wurde es aber zu selten.

So wenig im ersten Drittel auf das Tor von Hendrik Hane gekommen war, so prompt musste er sich zu Beginn des Mittelabschnitts eines Angriffs erwehren. Ein gefährlicher Fehlpass im Düsseldorfer Vorrücken erzeugte einen schnellen Konter von Riley Sheen, der den Puck aber am Gehäuse vorbeihebelte. Danach dann erstmal wieder die DEG, aber wieder das alte Lied aus dem ersten Abschnitt: Präsenz im Angriffsdrittel: ja, Konsequenz im Abschluss: Fehlanzeige. Und so rächte sich das erfolglose Anrennen der Kreis-Mannschaft dann in einer schnellen Aktion der Steelers. C. J. Stretch hatte hinter Hanes Tor einen Geistesblitz und bediente etwas unerwartet, aber gekonnt den in der Mitte sträflich frei stehenden Riley Sheen. Nachdem der Bietigheimer Topscorer vorher noch vergeben hatte, schlenzte er nun eiskalt in die Maschen (27.).

Nun gestaltete sich das Spiel etwas offener, auch wenn die besseren Chancen weiterhin auf Seiten der DEG zu sehen waren. Vor allem Olsons Rückhand-Einschuss hätte durchaus Grund zum Jubeln sein können. Unglückseligerweise hatte ein Bietigheimer das Tor vorher aus den Angeln gehoben und das nicht regelwidrig, wie die Schiedsrichter nach Studium der Videobilder befanden (32.). MacAulay per zentralem Schlagschuss (35.) und Cumiskey mit schönem Trickmove, aber ohne genug Abschlussfreude (37.) hätten auch gut und gerne den Torbann brechen können. Nach einer Großchance für Gästestürmer Brendan Ranford in den letzten Drittelsekunden musste man dann letztlich aber sogar noch froh sein, mit nur einem Tor Rückstand in die zweite Pause zu gehen.

Nach dem Pausentee dauerte es nicht lange bis die Gäste zum zweiten Mal jubelten. Die Topreihe der Steelers hatte einen guten, langen Wechsel im Angriffsdrittel. Nachdem die DEG nicht klären konnte, fand C. J. Stretch mit einem präzisen, harten Pass den am langen Pfosten wieder mal zu freien Riley Sheen, der leichtes Spiel hatte (45.).

Das redliche Bemühen war der DEG auch danach nicht abzusprechen, doch spätestens nachdem Debütant Jakob Mayenschein mit einem Rückhandversuch am Pfosten scheiterte, während das Tor weit offen stand, dämmerte es langsam, dass dies einer dieser Abende würde, an dem einfach nichts klappt. Die letzten Hoffnungen wurden durch einen abermaligen Konter-Alleingang der Steelers zerstört, den Evan Jasper zum endgültig entscheidenden 0:3 verwertete (57.).


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