Beginn der Deportationen im Herbst 1941

Kranzniederlegung zum 80. Jahrestag in Düsseldorf

Anlässlich des 80. Jahrestages des Beginns der Deportationen deutscher Jüdinnen und Juden legte OB Dr. Stephan Keller einen Kranz am Erinnerungsort Alter Schlachthof an der Hochschule Düsseldorf (HSD) nieder.

by Daniel Postert 2021-10-28T09:03:58+0200

OB Dr. Stephan Keller gemeinsam mit der Präsidentin der HSD, Prof. Dr. Edeltraud Vomberg (Foto: Stadt Düsseldorf/David Young)

Düsseldorf - An dem Gedenken nahmen zudem die Präsidentin der HSD, Prof. Dr. Edeltraud Vomberg, Dr. Joachim Schröder, Präsidiumsbeauftragter für den Erinnerungsort Alter Schlachthof der HSD, Julia Blüm, Mitglied des Vorstands der Jüdischen Gemeinde, Bert Römgens, Leiter des Nelly-Sachs-Hauses, Rabbiner Aharon Vernikovsky sowie der Leiter der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf, Dr. Bastian Fleermann, teil.

Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller: "Die Landeshauptstadt Düsseldorf und die Hochschule Düsseldorf setzen sich dafür ein, dass wir die Opfer dieser Massenverbrechen nicht vergessen. Der authentische Ort, an dem wir uns hier befinden, aber auch die vielen Berichte und Dokumente zeugen davon, wie der Holocaust inmitten unserer Städte begann. In Zeiten von zunehmendem Antisemitismus ist es mir persönlich ein wichtiges Anliegen, diese Erinnerung auch an unsere Gegenwart anzuknüpfen."

Die Gestapo ließ im Herbst 1941 in einer ersten "Welle" bis zum Jahreswechsel zehntausende Menschen in Ghettos und Lager im besetzten Polen oder in der Sowjetunion verschleppen. Die ersten drei Transporte, die ihren Ausgangspunkt in Düsseldorf hatten und über den städtischen Schlachthof und den Güterbahnhof im Stadtteil Derendorf abgewickelt wurden, führten in die Ghettos in Łódź, Minsk und Riga. Diese Deportationen fanden im Oktober, November und im Dezember 1941 statt und betrafen 3.002 jüdische Menschen aus dem ganzen Regierungsbezirk Düsseldorf.

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