BND-Mitarbeiter verriet offenbar Spionageabwehr-Konzept

Festgenommener soll Material an USA gegeben haben

Der unter Spionageverdacht festgenommene BND-Mitarbeiter hat offenbar ein geheimes Konzept zur deutschen Spionageabwehr an die USA und Russland gegeben.

by xity deutschland 2014-07-19T07:22:28+0200

BND-Mitarbeiter verriet offenbar Spionageabwehr-Konzept (© 2014 AFP)

Berlin - Der BND habe im vergangenen Jahr an einem neuen Konzept gearbeitet, um künftig besser Spionageangriffe abwehren zu können, berichteten die "Süddeutsche Zeitung" sowie der Nord- und der Westdeutsche Rundfunk.

Den Entwurf dieses Konzepts reichte der BND-Mann demnach an seinen Agentenführer weiter, der für einen US-Geheimdienst, vermutlich die CIA, arbeiten soll. Später habe er das Konzept zudem per E-Mail an das russische Generalkonsulat in München geschickt, hieß es.

Die Bundesanwaltschaft ermittelt gegen den BND-Mann und einen Mitarbeiter des Bundesverteidigungsministeriums wegen des Verdachts auf Spionage für die USA. Als Konsequenz aus den jüngsten Spionagefällen forderte die Bundesregierung den bisherigen offiziellen Repräsentanten der US-Geheimdienste in Deutschland in der vergangenen Woche zum Verlassen der Bundesrepublik auf. Der Aufforderung kam der Mann am Donnerstag nach.

"SZ", NDR und WDR berichteten unter Berufung auf Sicherheitskreise weiter, der Verdacht gegen den Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums scheine sich nicht zu erhärten. Der Mann selbst bestritt im Gespräch mit der "SZ", für die USA spioniert zu haben. "Ich bin kein Verräter", sagte er nach Angaben der Zeitung. "Ich liebe mein Land und bin loyal", wurde er weiter zitiert.

(xity, AFP)

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