Auftakt zu den Makkabi Games in Düsseldorf

Empfang und Ausstellungseröffnung im Rathaus

Anlässlich der Makkabi Deutschland Games vom 2. bis 5. September 2021 in Düsseldorf fand ein Empfang im Rathaus statt.

by Daniel Postert 2021-09-02T15:55:25+0200

Makkabi Games 2021: Empfang mit Ausstellungseröffnung am Rathaus Düsseldorf (Foto: Stadt Düsseldorf/Ingo Lammert)
Alon Meyer trug sich in das Goldene Buch der Landeshauptstadt Düsseldorf ein (Foto: Stadt Düsseldorf/Ingo Lammert)
Sabine Leutheusser-Schnarrenberger(Foto: Stadt Düsseldorf/Ingo Lammert)
Peter Frymuth, Vizepräsident des Deutschen Fußball-Bundes (Foto: Stadt Düsseldorf/Ingo Lammert)

Düsseldorf - Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller hatte dazu gemeinsam mit Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt des Landes NRW, und Alon Meyer, Präsident MAKKABI Deutschland e.V., am Mittwochabend, 1. September 2021, Vertreterinnen und Vertreter aus teilnehmenden MAKKABI-Ortsvereinen geladen.

Im Rahmen des Empfangs wurde die Ausstellung "Zwischen Erfolg und Verfolgung - Jüdische Stars im deutschen Sport bis 1933 und danach" eröffnet, die auf dem Marktplatz vor dem Rathaus bis Sonntag, 5. September 2021, zu sehen ist. Hierzu hielten Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Antisemitismusbeauftragte des Landes NRW, und Peter Frymuth, Vizepräsident des Deutschen Fußball-Bundes für die DFB-Kulturstiftung, Grußworte.

Makkabi Deutschland Games 2021

Die Makkabi Deutschland Games werden erstmals in Düsseldorf ausgetragen. Die Sportveranstaltung findet im Sportpark Niederheid mit rund 600 jüdischen und nicht-jüdischen Sportlerinnen und Sportlern aus dem In- und Ausland statt. Die MAKKABI Deutschland Games verstehen sich als interkulturelle Veranstaltung und sollen demokratische Werte wie Sportgeist, Fairness und respektvolles Miteinander vermitteln. Die Teilnehmenden treten in den Disziplinen Schwimmen, Futsal, Bridge, Basketball, Beach-Volleyball, Sportschießen, Fechten, Segeln, Schach, Tischtennis, Tennis, Radsport, Triathlon und Kampfsport in den Kategorien Juniors, Open und Masters an.

Zur Ausstellung "Zwischen Erfolg und Verfolgung"

Die Ausstellung "Zwischen Erfolg und Verfolgung - Jüdische Stars im deutschen Sport bis 1933 und danach" würdigt mit Hilfe großformatiger skulpturaler Präsentationen den großen Anteil jüdischer Athletinnen und Athleten an der Entwicklung des modernen Sports in Deutschland. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen herausragende deutsch-jüdische Sportlerpersönlichkeiten, die als Nationalspieler, Welt- und Europameister, Olympiasieger und Rekordhalter zu den gefeierten Idolen ihrer Zeit zählten. Mit überlebensgroßen Silhouetten wird in Düsseldorf auf dem Marktplatz vor dem Rathaus an ihr Leben und ihre Erfolge erinnert. So blieb dem deutschen Fußballpionier Walther Bensemann, Mitbegründer des Deutschen Fußball-Bundes, wie vielen anderen nur die Flucht.

Gezeigt wird auch der Berliner Eishockey-Nationalspieler Rudi Ball, der zunächst aufgrund seiner sportlichen Extraklasse von der Verfolgung ausgenommen blieb und als einziger Athlet jüdischer Abstammung in den deutschen Kader für die Olympischen Winterspiele in Garmisch-Partenkirchen 1936 berufen wurde. Erst 1943 erwirkt das Propagandaministerium seine "Entfernung aus dem deutschen Sport". Die Ausstellung bietet mit der Schwimmerin Sarah Poewe aber auch einen Ausblick: Als erste jüdische Athletin nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs gewann sie 2004 in Athen eine olympische Medaille für Deutschland - Bronze mit der deutschen 4x100-m-Lagenstaffel.

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