Ela sorgt weiterhin für Probleme

Nach dem Sturm ist hoch nicht an Alltag zu denken

Die Aufräumarbeiten werden jetzt sukzessive und mit allen verfügbaren Kräften geleistet. Diesbezüglich hat der Verwaltungsvorstand die Prioritäten festgelegt.

by Ann-Kathrin Meyer 2014-06-12T11:58:32+0200

Noch immer sind nicht alle Schäden des Unwetters behoben (xity-Foto: A.Meyer)

Essen - Zunächst wird es darum gehen, dass der Straßenverkehr und der ÖPNV wieder weitgehend reibungslos laufen kann. In einem zweiten Schritt werden die Kitas und Schulen begutachtet und die entstandenen Gefährdungslagen beseitigt, damit die Einrichtungen wieder in Betrieb gehen können. Danach werden Spielplätze, Parkanlagen, Freibäder und Sportplätze sukzessive von den umgestürzten Bäumen geräumt. Zuletzt die Wälder. Dort sind die Schäden am größten und die Beseitigung der Schäden wird sehr aufwendig und zeitintensiv sein.

Der Vorstand der Stadtverwaltung hat nun Informationen aus den verschiedensten Bereichen der Verwaltung zu einem aktuellen Lagebild zusammengefasst und Entscheidungen getroffen:

Wälder:

Das Betreten der Essener Wälder ist untersagt.

Spielplätze und Stadtparks:

Das Betreten der städtischen Grünflächen, Parkanlagen, der Spielplätze und des Gruga-Parks muss aufgrund zahlreicher akuter Gefahren bis auf weiteres untersagt werden. Sobald auch hier die konkreten Gefährdungslagen beurteilt und beseitigt sind, werden die Anlagen sukzessive wieder freigegeben.

Friedhöfe:

Auch die Friedhöfe dürfen derzeit nicht betreten werden. Die Sicherungsarbeiten sind in vollem Gang, so dass in den nächsten Tagen größere Bereiche wieder freigegeben werden können. Der Bestattungsbetrieb ist sicher gestellt.

Ruhrufer und Baldeneysee:

Auch die baumbestandenen Uferwege der Ruhr und des Baldeneysees bleiben bis auf weiteres gesperrt und dürfen nicht mehr betreten werden.

Freibäder und Sportanlagen:

Auch die meisten der Freibäder und Sportanlagen im Stadtgebiet sind von dem Orkan in starke Mitleidenschaft gezogen worden und zum Teil schwer verwüstet. Daher müssen auch sie bis auf Weiteres geschlossen bleiben, bis die Gefährdungslagen beurteilt und gegebenenfalls beseitigt sind.

Radtrassen:

Der Gruga-Radweg und der Radweg, der auf der Trasse der ehemaligen Rheinischen Bahn verläuft, dürfen derzeit ebenfalls nicht genutzt werden, bis die wieder gefahrlos befahren werden können.

Veranstaltungen:

Die Feier zum 50jährigen Bestehen des Gruga-Bades, die für kommenden Sonntag geplant war, wird auf einen späteren Zeitpunkt am Ende der Badesaison verschoben.

Die Auftaktveranstaltung für das Stadtradeln in Essen, die am Samstag stattfinden sollte, muss aufgrund der schlechten Zustände der Radwege ebenfalls abgesagt werden.

Oberbürgermeister Reinhard Paß äußerte sich wie folgt zu der jetzigen Situation: "Das Unwetter am Montagabend hat die Stadt Essen schwer getroffen und sehr schwere Schäden angerichtet. Ich möchte mich erneut bei all denen bedanken, die in dieser Ausnahmesituation mit angepackt haben und immer noch mithelfen, den Zustand in unserer Stadt zu verbessern. Das war und ist noch immer bemerkenswert und erfüllt mich mit Stolz auf unsere großartige Stadt und die Menschen, die hier leben und arbeiten. Leider werden wir die Aufräumarbeiten nicht von heute auf morgen erledigt haben, dafür ist das Ausmaß der Schäden einfach zu groß."

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