„Epulu“ und „Kitoto“

Die Schimpansen verlassen den Grünen Zoo Wuppertal

In Kürze werden „Epulu“ und „Kitoto“ den Grünen Zoo Wuppertal verlassen, der damit das bereits seit vielen Jahren angekündigte Ende seiner Schimpansenhaltung realisiert.

by Philipp Effertz 2019-09-26T14:25:33+0200

Schimpanse Epulu (Foto: Scheer)
Schimpanse Kitoto (Foto: Klee)

Wuppertal - Bereits im Dezember 2017 informierte der Grüne Zoo Wuppertal darüber, dass über die Abgabe der beiden letzten noch in Wuppertal lebenden Schimpansen „Epulu“ und „Kitoto“ nachgedacht wird. Nun konnten die Überlegungen und Absprachen mit dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) und den beiden Zoologischen Gärten, die die Tiere aufnehmen werden, konkretisiert werden.

Für die beiden Schimpansen sind mit dem Umzug, der auf Empfehlung des EEP erfolgt, erhebliche Verbesserungen der Haltungsbedingungen verbunden. Beide Tiere werden in größeren Anlagen als in Wuppertal untergebracht sein und auch dauerhaften Zugang zu Außenanlagen haben. Dies konnte im Grünen Zoo nicht gewährleistet werden, da sich die Schimpansen ihre Außenanlage mit den Bonobos teilen mussten. Von erheblichem Vorteil ist auch der gleichzeitig stattfindende Transport beider Tiere, so dass kein Schimpanse alleine in Wuppertal zurück bleiben muss. Diese Gefahr hätte bei einem Verbleib der Tiere besonders für das Weibchen „Kitoto“ bestanden, da „Epulu“ mit 51 Jahren bereits ein sehr hohes Alter erreicht hat. Ein erhöhtes Risiko für den Transport älterer Schimpansen besteht nach der Datenlage des Schimpansen-Zuchtbuches nicht.

Der Grüne Zoo ist dankbar, zwei Zoologische Gärten gefunden zu haben, deren Schimpansengruppen für beide Tiere eine jeweils passende Zusammensetzung aufweisen. Das 36-jährige Weibchen „Kitoto“ wird im Zoo Antwerpen in eine Gruppe von sieben Schimpansen integriert werden, die aus fünf Männchen im Alter zwischen 27 und 41 Jahren sowie und zwei Weibchen (28 und 36 Jahre alt) besteht. Ihre insgesamt rund 1.380 Quadratmeter große Anlage besteht aus einer großen Außenanlage und einer Reihe von Innengehegen unterschiedlicher Größe, die den Tieren die Möglichkeit gibt, sich voneinander zurückzuziehen oder auch wieder zusammenzukommen. Der in Wuppertal geborene und handaufgezogene, 51-jährige „Epulu“ wird im Zoo Heidelberg seine neue Heimat finden, wo er auf vier ältere Schimpansen-Damen im Alter von 45-48 Jahren treffen wird. Die Anlage in Heidelberg bietet den Schimpansen ebenfalls die Möglichkeit zur Nutzung von Innen- und Außenanlage. Die Außenanlage wurde 2011 vergrößert und übernetzt, so dass die Schimpansen auf allen Anlagenteilen die dritte Dimension voll nutzen können. Auf der 1.100 m³ großen Außenanlage stehen den Affen hohe Baumkronen, Äste und schwingende Feuerwehrschläuche als abwechslungsreiche Kletter- und Spielmöglichkeiten zur Verfügung.

Mit der Abgabe der beiden letzten noch in Wuppertal lebenden Schimpansen endet eine lange Tradition im Grünen Zoo Wuppertal. Der in Wuppertal geborene „Epulu“ liegt einigen Gästen des Grünen Zoos besonders am Herzen, da sie ihn schon sehr lange kennen. Sie können das kommende Wochenende nutzen, um sich von den Schimpansen zu verabschieden und ihnen gute Wünsche mit auf den Weg zu geben. Der freiwerdende Platz im Menschenaffenhaus soll künftig den Bonobos zur Verfügung gestellt werden.

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