Ex-CSU-Chef Huber sieht Seehofers Zurückhaltung kritisch
Der frühere CSU-Vorsitzende Erwin Huber sieht den angekündigten Verzicht seines Nachfolgers Horst Seehofer auf eine feurige Aschermittwochsrede kritisch. Er halte die Zurückhaltung, die sich Seehofer wegen seiner Rolle als Interims-Staatsoberhaupt auferlegt habe, nicht für notwendig, sagte Huber dem "Straubinger Tagblatt" (Dienstagausgabe).
München (dapd-bay). Der frühere CSU-Vorsitzende Erwin Huber sieht den angekündigten Verzicht seines Nachfolgers Horst Seehofer auf eine feurige Aschermittwochsrede kritisch. Er halte die Zurückhaltung, die sich Seehofer wegen seiner Rolle als Interims-Staatsoberhaupt auferlegt habe, nicht für notwendig, sagte Huber dem "Straubinger Tagblatt" (Dienstagausgabe). "Seine Vertretung bedeutet ja nicht, dass er jetzt Bundespräsident ist." Deshalb gebe es keinen Anlass dafür, seine Ämter als Ministerpräsident oder CSU-Chef zurückzustellen.
Seehofer hatte angekündigt, sich bei seiner Rede in Passau mit den üblichen Attacken auf politische Gegner zurückzuhalten. Für Stimmung soll der CSU-Ehrenvorsitzende Edmund Stoiber als Gastredner sorgen.
Huber betonte, bei der Aschermittwochskundgebung komme es darauf an, "dass die im Vordergrund stehen, die auch die Entscheidungen treffen und die Spitzenkandidaten sind". Er fügte hinzu: "Ich hätte keine Hemmungen gehabt, uneingeschränkt einen CSU-Vorsitzenden zu erleben."
dapd