Hessen sollen Opfern des rechten Terrors gedenken
Öffentlicher Verkehr soll um 12.00 Uhr eine Minute lang ruhen
In ganz Hessen soll am morgigen Donnerstag (23. Februar) den Opfern rechtsextremistischer Gewalt gedacht werden. Vertreter von Städten, Kirchen und Gewerkschaften rufen die Menschen dazu auf, sich an der bundesweiten Gedenkminute um 12.00 Uhr zu beteiligen. Anlass ist die zentrale Trauerfeier für Mordopfer der rechtsextremistischen NSU in Berlin.
Frankfurt/Main (dapd-hes). In ganz Hessen soll am morgigen Donnerstag (23. Februar) den Opfern rechtsextremistischer Gewalt gedacht werden. Vertreter von Städten, Kirchen und Gewerkschaften rufen die Menschen dazu auf, sich an der bundesweiten Gedenkminute um 12.00 Uhr zu beteiligen. Anlass ist die zentrale Trauerfeier für Mordopfer der rechtsextremistischen NSU in Berlin.
Die hessische Kultusministerin Dorothea Henzler (FDP) empfahl allen Schulen, den Unterricht um 12.00 Uhr für eine Minute zu unterbrechen, wie das Ministerium am Mittwoch mitteilte. Auch die evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) unterstützt den Aufruf, an der Schweigeminute teilzunehmen. "Für die Angehörigen der Opfer ist es eine starke und tröstliche Geste, dass der Tod ihrer Angehörigen von der ganzen Gesellschaft wahrgenommen und betrauert wird", sagte Kirchenpräsident Volker Jung.
Der Landesausländerbeirat (agah) unterstützt die Aktion nachdrücklich. "In einem Moment des stillen Innehaltens sollte sich jeder bewusst machen, wie viele Verletzte und Tote der rechte Terror in den vergangenen Jahren gefordert hat", sagte der Vorsitzende Corrado Di Benedetto.
In den hessischen Großstädten sollen die öffentlichen Verkehrsmittel am Mittag für eine Minute stillstehen. Viele der Stadtverwaltungen legen ihren gesamten Mitarbeiter zudem nahe, sich an der Aktion zu beteiligen.
Bereits vor zwei Wochen hatten die hessischen Gewerkschaften und Unternehmerverbände zu der Gedenkminute aufgerufen. Über die angekündigte breite Beteiligung zeigte sich der hessische Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Stefan Körzell, erfreut: "Gemeinsam werden wir morgen ein starkes Signal gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit, für ein tolerantes und offenes Hessen setzen."
dapd