Düsseldorf - Der Düsseldorfer Tierschutzverein ist ein gemeinnütziger Verein, der sich zur Aufgabe gemacht hat, den Tierschutzgedanken in Düsseldorf und Umgebung zu festigen und zu vertiefen. Die Arbeit beinhaltet auch die Aufgaben des Tierheims, indem herrenlosen Tieren vorübergehend eine Obhut gewährt wird.
Das Tierheim in Düsseldorf-Rath
1873 wurde der Tierschutzverein in Düsseldorf gegründet. Heute hat es im Jahr einen Tierdurchlauf von 2.500 bis 3.000 Tieren. Finanziert wird es durch Erbschaften, Mitgliedsbeiträge und Spenden: "Wir haben in Düsseldorf und Umgebung sehr viele Tierfreunde, die uns unterstützen", sagt Zimmermann. Insgesamt kommt der Tierschutzverein Düsseldorf so auf 1.500.000 Millionen Euro Umsatz. 24 Mitarbeiter sorgen dabei für die Verwaltung und die Versorgung der Tiere. Die zahlreichen Spenden haben auch die Umbauten vom Katzen- und Hundehaus in den letzten Jahren ermöglicht, um diese den gesetzlichen Vorschriften anzupassen.
Hauptsächlich werden in dem Tierheim Hunde, Katze und Kleintiere wie Hamster, Kaninchen, Meerschweinchen, Vögel, Ratten und Mäuse aufgenommen, "also querbeet alles, was die Tierwelt so hergibt", so Zimmermann. Dass es bei diesen "klassischen" Tierarten bleibt, liegt daran, dass exotische Tiere, wie beispielsweise Leguane oder Schlangen im Tierheim nicht gehalten werden dürfen, da es die entsprechenden Voraussetzungen nicht erfüllt. Falls solche Tiere dennoch im Rahmen des Tierschutzgesetzes aufgenommen werden müssen, werden diese sofort an den Aquazoo übergeben, weil dort Fachpersonal und entsprechende Räumlichkeiten vorhanden sind.
"Tierschutz ist Gesellschaftsschutz"
Mittlerweile stellt der Tierschutz ein gesellschaftsrelevantes Thema dar, das in Politik und Gesellschaft einen sehr hohen Stellenwert einnimmt und im Grundgesetz sowie im Verfassungsgesetz von NRW festgeschrieben ist. "Tierschutz ist nach wie vor angebracht und notwendig". Der Tierschutz kann verschiedene Facetten haben. So kann beispielsweise die Inobhutnahme von Tieren, deren Besitzer erkrankt oder verstorben sind einen positiven Beigeschmack haben, weil die Tiere nicht aus Willkür abgegeben wurden. Auf der anderen Seite ist Tierquälerei, ein negativer Grund, um Tiere ihren Haltern zu entziehen. Tierquälerei "ist ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz", der rechtliche Konsequenzen habe, betont Zimmermann ganz ausdrücklich.
Das Problem des "animal hoarding"
Das Tiere horten (engl. animal hoarding) ist laut Zimmermann auch in Düsseldorf ein aktuelles Thema. So wurden beispielsweise kürzlich erst 113 Pudel in Obhut genommen, die vom Ordnungs- und Veterinäramt beschlagnahmt und in Obhut des Tierheims gegeben wurde. Beim "animal hoarding" handelt es sich, so Zimmermann, um einen Wahnvorstellung, die Tiere zu züchten, wobei sie den Überblick über die Tiere und die Tierhaltung verlieren. Zimmermann weist ganz deutlich darauf hin, dass es sich hierbei um Tiermisshandlung handele.
Die Beziehung von Mensch und Tier
Tiere sind für Menschen oft treue Begleiter. Nicht immer werden Tiere auch verantwortungsbewusst gehalten. Das wichtigste Mittel dagegen sei "Aufklärung", so Zimmermann. "Ein Tier ist ein zusätzliches Familienmitglied und kein Spielzeug!", erklärt er weiter. Aufklärung verhindere, dass Tiere für Kinder angeschafft werden und danach schnell wieder ins Tierheim abgeschoben werden. Vor der Tieranschaffung müsste darum erst einmal geklärt werden, ob die räumlichen Voraussetzungen vorhanden seien, ob die finanzielle Unterhaltung gesichert ist und ob die potentiellen Halter überhaupt die Zeit für die Beschäftigung mit dem Tier aufbringen können. Für Information, Hilfe und Rat steht das Tierheim dabei gerne zur Verfügung. Gerade Kinder und Jugendliche sollte sich ihrer Verantwortung als Tierhalter bewusst sein und auf die Bedürfnisse ihrer "Schützlinge" acht geben. Für Hilfe und Informationen steht das Tierheim aber stets gerne zur Verfügung: "Jeder ist herzlich eingeladen, das Tierheim in Düsseldorf-Rath zu besuchen!", betont Zimmermann.