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Berlinale 2012

62. Internationale Filmfestspiele

Kima Gamarra | Fr. 17.02.2012 17:12 |
Vom 9. Februar 2012 bis 19. Februar 2012 finden die Internationalen Filmfestspiele in Berlin statt. Diese zählen neben Venedig und Cannes zu den bedeutendsten Filmfestivals der Welt.
Berlin " Dieter Kosslick hat zum elften Mal die Leitung der Berlinale inne. Kosslick nannte Rechtsradikalismus und Migration als thematische Schwerpunkte für die Berlinale 2012. Die Solidaritätsaktionen für iranische Filmemacher sollen außerdem fortgeführt werden.

Dieses Jahr wird in den offiziellen Sektionen mit 395 Filmen, zehn Filme mehr gezeigt als im Vorjahr. In 22 Kinos und Spielstätten in ganz Berlin verteilt, werden die Filme gezeigt. Das Theater am Potsdamer Platz (Berlinale Palast) ist die Hauptspielstätte, denn hier werden alle Wettbewerbsfilme uraufgeführt.

Da die Filme noch keine Altersbegrenzung haben, sind alle bis auf die Filme aus der Sektion „Generation”, ab 18 Jahren. Wie im Vorjahr liegt die Finanzierung bei 19,5 Mio. Euro. Bundesmittel stellten hierbei 6,5 Mio.

Das Filmfestival wurde mit Benoît Jacquots Historienfilm „Les adieux à la reine” eröffnet. Die Eröffnungs- und Abschlussgala wurde bzw. wird von der Komikerin Anke Engelke moderiert.

Meryl Streep, US-amerikanische Schauspielerin, stand bereits im Vorfeld als Siegerin fest. Streep ist die am häufigsten für den Oscar nominierte Schauspielerin und wurde bereits mit dem Goldenen Ehrenbären für ihr Lebenswerk, der Berlinale Kamera und mit dem Silbernen Bären als beste Darstellerin ausgezeichnet. Die Berlinale Kamera ging außerdem an das Filmstudio Babelsberg, den deutschen Filmemacher Haro Senft und den US-amerikanische Erfinder Ray Dolby.

Die Jury besteht aus internationalen Spezialisten. Mike Leigh, britischer Film-, Fernseh- und Theaterregisseur fungiert als Jurypräsident. In diesem Jahr gibt es mit acht Jurymitgliedern eine Person mehr als im Vorjahr. Zu der Jury zählen neben Leigh:
Anton Corbijn, niederländischer Fotograf und Filmregisseur, Asghar Farhadi, iranischer Filmregisseur (Gewinner des Goldenen Bären 2011), Charlotte Gainsbourg, französische Schauspielerin und Sängerin, Jake Gyllenhaal, US-amerikanischer Schauspieler, François Ozon, französischer Filmregisseur (viermaliger Teilnehmer am Wettbewerb), Boualem Sansal, algerischer Schriftsteller und Barbara Sukowa, deutsche Schauspielerin und Sängerin.

Die teilnehmenden Spielfilme mussten eine Mindestlaufzeit von 70 Minuten aufweisen und innerhalb von zwölf Monaten vor Festivalbeginn fertig gestellt worden sein. Bei allen Filmen handelt es sich um Weltpremieren. Um den goldenen Bären konkurrieren 18 Produktionen aus 21 Ländern. Die meisten Beiträge kommen, wie im Vorjahr aus Europa, weitere Beiträge kamen aus Asien, Nordamerika und Afrika.

Die Franko-Schweizerin Ursula Meier nimmt als einzige Filmregisseurin mit ihrem Film „L?enfant d?en” am Wettbewerb teil.

Diesen Samstag wird die hochkarätige Jury die Gewinner der Trophäen bekanntgeben.
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