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Schröder unterstützt Schwarzer - FrauenMediaTurm ist geret

Frauenrechtlerin: FrauenMediaTurm ein "lehrreicher Augenöffner"

xity deutschland | Di. 21.02.2012 12:25 |
Frauenrechtlerin Alice Schwarzer kann aufatmen: Das finanziell angeschlagene feministische Archiv in Köln ist gerettet. Bundesfrauenministerin Kristina Schröder (CDU) stelle aus ihrem Etat für insgesamt vier Jahre jeweils 150.000 Euro an Fördermitteln bereit, teilte Schwarzer am Dienstag in Köln mit.
Köln (dapd-nrw). Frauenrechtlerin Alice Schwarzer kann aufatmen: Das finanziell angeschlagene feministische Archiv in Köln ist gerettet. Bundesfrauenministerin Kristina Schröder (CDU) stelle aus ihrem Etat für insgesamt vier Jahre jeweils 150.000 Euro an Fördermitteln bereit, teilte Schwarzer am Dienstag in Köln mit. "Wir freuen uns, bekannt geben zu können, dass die Existenz des FrauenMediaTurm (FMT) nicht länger bedroht ist." Trotz der vom Land gekürzten Mittel könne weiter solide gearbeitet werden. Die rot-grüne Landesregierung hatte die Förderung für das Archiv im historischen Bayenturm im vergangenen Jahr um ein Drittel von 210.000 Euro auf 70.000 Euro gekürzt. Schwarzer hatte öffentlich von einem "Todesstoß" gesprochen und um den Fortbestand des Archivs gebangt. Zwischenzeitlich waren private Spender eingesprungen, um die Mitarbeiter weiter zu bezahlen. Durch die Fördermittel des Bundes habe "das über 28 Jahre überwiegend aus privaten Kräften und mit acht Millionen Euro aufgebaute Universalarchiv zur aktuellen wie historischen Frauengeschichte wieder eine Perspektive", hieß es. Nach Angaben von Schwarzer hatte der frühere Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) die Fördermittel bis 2017 fest zugesagt. Ausgerechnet die rot-grüne Landesregierung änderte die Pläne. Durch die Kürzung hätten gerade einmal die Betriebskosten aufgefangen werden können, teilte Schwarzer weiter mit. Der Kernbetrieb mit mindestens drei Mitarbeiterinnen wäre nicht mehr möglich gewesen. Bedeutende Zeugnisse dieser bedeutenden Bewegung müssten erhalten, unterstützt und befördert werden, begründete Schröder laut Archiv ihre Zusage. Nach Ansicht von Schwarzer ist der FrauenMediaTurm ein "lehrreicher Augenöffner". Für Frauen sei das Archiv unverzichtbar. Das Archiv umfasst derzeit rund 15.000 Bücher, 25.500 Zeitschriften und rund 32.650 Aufsätze. Hinzu kommen den Angaben nach 600 Presseordner sowie Fotos, Filme und Tondokumente. Schwerpunkte sind unter anderem die Neue Frauenbewegung von 1971 bis heute sowie die Historische Frauenbewegung von Mitte des 19. Jahrhunderts bis 1933. In dem Bayenturm hat auch die Redaktion der Frauenzeitschrift "Emma" ihre Büros. dapd
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