Hannover (dapd-nrd). Die Kandidaten für die Bundesversammlung aus Niedersachsen stehen größtenteils fest. Die Fraktionen bestimmten am Dienstag ihre insgesamt 61 Wahlleute, darunter vor allem Politiker. Niedersachsens FDP-Fraktion ermöglichte auch dem "Präsidentenmacher" Philipp Rösler die Wahl seines Wunschkandidaten Joachim Gauck zum Bundespräsidenten.
Da der Wirtschaftsminister und FDP-Bundesvorsitzende über kein Bundestagsmandat verfüge, sei es naheliegend gewesen, dass er aus seinem Landesverband heraus benannt werde, sagte ein Fraktionssprecher am Dienstag in Hannover.
Neben Rösler hat die FDP auch Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe als Vertreter für die Bundesversammlung benannt. Die Grünen setzten vor allem auf ihre Landtagsabgeordneten. Zudem benannten sie die Europa-Abgeordnete Rebecca Harms. In den Reihen der von der Links-Fraktion Nominierten findet sich die Atomkraft-Aktivistin Kerstin Rudek, Vorsitzende der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow Dannenberg.
Die CDU nominierte neben ihrem Ministerpräsidenten David McAllister, zahlreichen Ministern und Landtagsabgeordneten auch den Vorsitzenden der Konrad-Adenauer-Stiftung, Hans-Gert Pöttering und die Landesverbandsvorsitzende des Deutschen Landfrauenverbandes, Brigitte Scherb. Zudem habe man mit Denise Deters, Mitglied der Jungen Union aus Loccum, möglicherweise die jüngste Delegierte in den Reihen. Deters wird erst eine Woche vor der Bundespräsidentenwahl 18 Jahre alt.
Die SPD hat noch keine Nominierungen bekannt gegeben. Neun Personen sollten aber aus der Fraktion selber kommen, zehn weitere von außerhalb, sagte ein Sprecher der Fraktion.
Der Bundesversammlung, die am 18. März den Nachfolger Christian Wulffs wählt, gehören die 620 Bundestagsabgeordneten sowie eine gleich große Zahl von Delegierten aus den Ländern an. Die gesammelte Liste, auf der alle Delegierten aus Niedersachsen stehen, muss am Freitag noch den Landtag in Hannover passieren.
dapd